Die Kinder von Tschernobyl
TSCHERNOBYL
Am 26.April 1986 ereignete sich der Reaktorunfall von Tschernobyl - ein Supergau!
Leonhard Hollmann, Abiturient am Heinrich-Heine-Gymnasium in Poppenbüttel, war zu dieser Zeit noch gar nicht geboren. Als er vor einigen Jahren von diesem Unglück hörte, ließ ihn das Thema nicht mehr los. Er schrieb ein Drehbuch zu einem Spielfilm, der die direkten Auswirkungen auf eine Familie in einem bayrischen Dorf zum Thema hat. Durch das filmteam hamburg erhielt Leonhard Unterstützung bei der Drehbucherstellung und bei der Verfilmung. Entstanden ist der Kurzfilm "Gegen das Vergessen". Doch auch für Leonhard war dieses Thema damit noch nicht vergessen. Er bekam Kontakt zu dem Freundeskreis Tschernobyl-Kinder aus Hamburg-Volksdorf, der im Jahr 2009 zum 16. mal -während der Sommerferien- für 5 Wochen etwa 25 Kinder aus Tschernobyl zu einem Erholungs- und Genesungsaufenthalt nach Hamburg holt. Beim letztjährigen Aufenthalt war Leonhard dabei und hat miterlebt, wie sich die Kinder über ihren Aufenthalt hier freuen und wie gut ihnen diese Zeit tut - körperlich und seelisch. Leonhard hat seine Eindrücke festgehalten und darüber einen weiteren Film erstellt. Das Zusammensein mit den Kindern hat ihn so erfreut, gepackt und berührt, dass in ihm der intensive Wunsch erwachsen ist, die Kinder in ihrer Heimat zu besuchen. Leonhard ist kurz entschlossen an die Verwirklichung dieser Idee gegangen und ist gemeinsam mit Alexander Fuchs im Oktober 2008 in die Ukraine aufgebrochen. Eine Fahrt, für die viele Hindernisse aus dem Weg geräumt werden mussten. Die Wiedersehensfreude bei den Kindern und den Betreuern war groß. Die Eltern brachten gegenüber den Besuchern ihre Dankbarkeit zum Ausdruck für die gute und erholsame Zeit, die ihre Kinder in Hamburg verbringen durften und die ihre Gesundheit nachhaltig stabilisiert hat. Leonhard hat diese Reise zu einem weiteren Film, dem 3. in dieser Reihe, verarbeitet. In diesem Film ist es ihm sehr gut gelungen, einzufangen, was den Menschen in und um Tschernobyl ihre Heimat bedeutet, wie sie an ihre Zukunft glauben und daran arbeiten.
Leonhard Hollmann, Abiturient am Heinrich-Heine-Gymnasium,
Filmemacher und Projektleiter im filmteam hamburg






